Die Absurdität des Kaufens an drei Beispielen

12.02.2010

1. Standard-Billig-Supermarkt. Lange Schlange an der Kasse. Die Kassiererin sagt zwischen den Kunden "aufwiedersehnhallo", was wohl nicht mehr und nicht weniger bedeutet wie "ihre Waren werden jetzt gescannt".
2. http://www.anti-kriegs-museum.de/. Kurz vor Feierabend. Ich will noch ein paar Bücher. Der Museumsmitarbeiter steht mit mir vor dem Tisch, alles extrem freundlich, ich bekomme eine Bio-Mülltüte zum Einwickeln. Als ich das Geld überreichen möchte, sagt mein Gegenüber "Moment, ich muss erst auf die andere Seite des Tisches gehen".
3. Freundliche Straßenzeitungsverkäuferin. Ich beschließe ihr einen Straßenfeger abzukaufen. Sie: "Lesen sie die Zeitung auch?" Ich muss schmunzeln. "Ja, die ganze WG." ... Ich: "Schönes Wochenende". Sie: "Ich wünsche ihnen auch ein schönes Wochenende. Ich wünsche ihnen wirklich ein schönes Wochenende." (Sie muss das zweimal sagen, um so die Hoffnung haben zu können, dass die "aufwiedersehnhallo"-Abgestumpften merken, wie ernst sie es meint.)



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"We're here, we're queer, we're not going shopping!"
lustiges Schaf
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