rumpelart

Kunst: Malerei

Emanzipation (durch Anstrebung des Ideals männlicher Tugend)

(klassische Malerei[???])
Hier der Original-Doku-Text zu dieser freien Arbeit von 04/00:
(Nein, du musst das nicht lesen.)
Das DIN A1 große Bild zeigt den Diskuswerfer von Myron in blauer Kreide mit einem roten Frauenkopf auf schwarzem Grund. Durch einen Zweig mit jungen Trieben, auf dem eine Meise sitzt, ist das Spielbein leicht, das Standbein dagegen völlig zerstört.
Auf den ersten Blick scheint das Bild jugendliche Lebensfreude auszustrahlen, doch man erkennt auch, dass mehr hinter dieser knalligen Fassade steckt, da der rechte Fuß abgebrochen am Boden liegt und die merkwürdig Zusammenstellung von Männerkörper - Frauenkopf sowie der Technikmix Kreide - Wasserfarbe den Betrachter zum Grübeln bringen.
Die Figur selbst ist in Kreide gemalt, da sie nicht als real existierendes Objekt, sondern als ideelle Vorstellung, als Image gesehen werden soll. Der schwarze Hintergrund verstärkt diese traumähnliche, entrückte Wirkung.
Der Diskuswerfer ist ein Symbol für männliche Stärke und Tugend, für Präzision und Affektkontrolle, also für das aus der Antike stammende Idealbild des Mannes, das heute noch klischeehaft für Wesensmerkmale des Mannes gilt. Das Image des Mannes als kalter, korrekter und sensible Regungen verdrängender Rationalist wird durch die Verwendung der kalten Farbe Blau auf die Spitze getrieben.
Der Frauenkopf, der dem Körper aufgesetzt ist, hat mit diesem lediglich das ideelle, also die Kreide, gemeinsam. Die Formen wirken weicher (Kreide verwischt) und die Farbe wärmer. Somit wird klischeehaft die Frau als sanftes, emotionales und sinnliches Wesen dem Wesen des Mannes gegenübergestellt. Was den Betrachter bewusst irritieren soll, ist die Tatsache, dass die Frau trotz des unpassenden Körpers (mit zerstörtem Fuß) recht glücklich, ja sogar gleichgültig aussiegt. Sie scheint gerne mit dem männlichen Körper zu verwachsen, was bedeutet, dass sie als Frau das männliche Ideal der Stärke und Affektkontrolle anstrebt und dabei ihre weiblichen Attribute abzulegen versucht und nunmehr kalt und gleichgültig in die Welt blickt.
Das "echte" Auge der Frau deutet an, dass eine soche Vorstellung von der Rolle der heutigen Frau keinesfalls rein ideell ist und stellt somit eine Verbindung zur Realität dar.
Ebenfalls zur Realität gehören die mit Wasserfarbe gemalten Elemente Zweig und Meise. Beide sind Symbole für Natur, Leben und Echtheit und stehen damit in Kontrast zu der ideellen Figur, die gegen die "Triebkräfte" (im doppelten Sinn) nicht ankommt und kläglich zerbröselt.
Dem Betrachter soll so bewusst werden, dass alles künstliche, imagehafte und aufgesetzte, wie die dargestellte übertriebene Emanzipation der Frau durch das Anstreben männlicher Ideale letztlich zum Scheitern verurteilt ist, da die Natur (des Menschen) nicht völlig beherrschbar ist.
Bild näher betrachten...


Verirrungen im Labyrinth
(Umgestaltung von Caspar David Friedrichs Dorflandschaft bei Morgenbeleuchtung)

Aquarell, DIN A3
Ich weiß nicht, ob das Bild irgendjemandem gefällt. Auf jeden Fall steckt ziemlich viel an Aussage dahinter. Ob das jemand versteht, weiß ich auch nicht. Auf jeden Fall möchte ich jetzt nicht viel darüber reden. Das würde es nur kaputt machen. Denkt selbst mal drüber nach, oder lasst es sein. Ein Tipp noch: Der Schwerpunkt liegt auf dem Problem der Scheinwelten.
Gemälde näher betrachten...


Die Kuh - ein unrealistisches Bild

Wasserfarbe, DIN A2, das Bild ist in Besitz von meinem Bruder
Schön bunt und ein paar nette optische Täuschungen. Warum, warum bloß, kann die Kuh diese Welt nicht verstehen? Ist es denn wirklich zu viel verlangt, sich hier zurecht zufinden? So wie diese Kuh fühlt sich wohl der ein oder andere auch im Alltag. Mal drüber nachgedacht?
Anmerkungen: Falls man es nicht erkennen kann: Die Gedankenblase der Kuh enthält ein Fragezeichen. Auf dem Photo sind leider ein paar Spiegelungen zu sehen, da das Bild hinter Glas hängt.
sehe ich richtig? näher ran...


Kleine Bilder

Wasserfarbe, jeweils 10 x 10 cm
Schon ältere Studien von Körperteilen. Da diese Bildlein immer noch einige Bewuderer finden, habe ich sie jetzt doch mal ins Netz gestellt.
kann ich mehr sehen?


Entwurf zur "alten Hose"

Aquarell/Kulli, DIN A5
Ein schön mülliger Entwurf mit herrlichen Kontrastfarben und Hintergrund in Endzeitstimmung. Die Realisierung kann man auf einer der Modedesignseiten sehen.
näher hingucken...


Rettet den Hahn

Aquarell, DIN A5
Niedliches Bildlein inspiriert von dem Kinderbuch "Rettet den Hahn", in dem sich der gierige Hahn an drei Körnern, die er lieber hätte mit anderen teilen sollen, verschluckt und seine Henne rettet keine Mühe scheut ihm Wasser zu bringen, um ihn zu retten.
lass mal genauer sehen...


Fahrradtour

Aquarell/Kuli-Skizze, ca. DIN A5, aus dem Rad-Urlaub auf Paros 9/00.
Deutlich zu sehen an den harten, eckigen Linien sind die Qualen, denen sich das Männlein aussetzt und die stechende Hitze, die alles verschwommen schummrig erscheilen lässt.
das will ich näher sehen...


Nordseebilder in Tapetenfarben

Wasserfarbe, ganz klein, selbstgebauter Pappmarche-Rahmen
Möwe und Qualle. Beispiel für eines der selbstgebalstelten Geschenke für meine Eltern. (Die Farben sind nicht ganz nach meinem Geschmack, aber sie passen in das Zielzimmer.)
(Den genaueren Blick sparen wir uns hier, da die Photos zu unscharf sind.)